Die im differentiellen Querschnitt auftretenden Maxima der Oszillationsstrukuren können als auffällige Merkmale genutzt werden, um systematisch Potentiale zu testen, da die quantenmechanischen Dynamikrechnungen bei der vorliegenden experimentellen Genauigkeit als exakt angesehen werden können.
Für den Test werden die experimentellen und theoretischen
Querschnitte gleichermaßen ausgewertet.
Systematisch wird die Position der Maxima als Funktion
des Streuwinkels und der Geschwindigkeit des Natriums nach
dem Stoß aufgetragen. Die Verstimmung ist ein zusätzlich
variierter Parameter.
Da bei den Stoßpaaren Na-Ne und Na-Ar die Abweichungen zwischen
Theorie und Experiment in Bereich der Unsicherheiten liegen, bestätigen diese
Tests die verwendeten Potentiale von Kerner und Meyer.
Für die Messungen an Na-Kr standen von dieser Arbeitsgruppe leider keine
Potentiale zum Vergleich zur Verfügung.
Verwendet und als zuverlässig betrachtet wurde das experimentell bestimmte Grundzustandspotential X aus der Arbeitsgruppe Zimmermann, als unsicher betrachtet wurde das Modellpotential für den Zustand B nach Düren. Die theoretischen Ergebnisse dafür sind als blau gestrichelte Linien dargestellt. Aufgrund der Messungen wurde das B-Potential modifiziert (Ergebnisse als rote Linien).
Die dicke Linie zeigt das modifizierte B-Potential, die gestrichelte das ursprüngliche, der dünn gepunktete Bereich ist plausibel extrapoliert.
Die Gesamtunsicherheit liegt im Bereich von 20 cm-1.