Dr. O. Hoffmann: Direkte Beobachtung von Stoßpaaren

Potentiale testen: NaX

Die im differentiellen Querschnitt auftretenden Maxima der Oszillationsstrukuren können als auffällige Merkmale genutzt werden, um systematisch Potentiale zu testen, da die quantenmechanischen Dynamikrechnungen bei der vorliegenden experimentellen Genauigkeit als exakt angesehen werden können.

Für den Test werden die experimentellen und theoretischen Querschnitte gleichermaßen ausgewertet.
Systematisch wird die Position der Maxima als Funktion des Streuwinkels und der Geschwindigkeit des Natriums nach dem Stoß aufgetragen. Die Verstimmung ist ein zusätzlich variierter Parameter.

Na-Ne Maxima Streuquerschnitt
Na-Ne Maxima Streuquerschnitte

Na-Ar Maxima Streuquerschnitt
Na-Ar Maxima Streuquerschnitte

Da bei den Stoßpaaren Na-Ne und Na-Ar die Abweichungen zwischen Theorie und Experiment in Bereich der Unsicherheiten liegen, bestätigen diese Tests die verwendeten Potentiale von Kerner und Meyer.
Für die Messungen an Na-Kr standen von dieser Arbeitsgruppe leider keine Potentiale zum Vergleich zur Verfügung.

Verwendet und als zuverlässig betrachtet wurde das experimentell bestimmte Grundzustandspotential X aus der Arbeitsgruppe Zimmermann, als unsicher betrachtet wurde das Modellpotential für den Zustand B nach Düren. Die theoretischen Ergebnisse dafür sind als blau gestrichelte Linien dargestellt. Aufgrund der Messungen wurde das B-Potential modifiziert (Ergebnisse als rote Linien).

Na-Kr Maxima Streuquerschnitte
Na-Kr Korrektur der Potentiale

Die dicke Linie zeigt das modifizierte B-Potential, die gestrichelte das ursprüngliche, der dünn gepunktete Bereich ist plausibel extrapoliert.

Die Gesamtunsicherheit liegt im Bereich von 20 cm-1.