Dr. O. Hoffmann: Direkte Beobachtung von Stoßpaaren

Endzustandsanalyse: Feinstrukturanteil

Natrium-Molekül-Stoßpaar

Die Situation bei Atom-Molekül-Stoßpaaren ist komplizierter als bei Atom-Atom-Stoßpaaren.
Zum einen ist es schwieriger, die Potentialflächen präzise zu berechnen. Zum anderen ist auch die Dynamikrechnung mit größeren Schwierigkeiten behaftet. Umso interessanter ist es natürlich, experimentelle Daten zur Verfügung zu stellen, um die verschiedenen theoretischen Ansätze zu überprüfen.
Während für die theoretischen Daten zum Feinstrukturanteil bei den Atom-Atom-Stoßpaaren quantenmechanische Dynamikrechnungen durchgeführt wurden, wurden bei den Atom-Molekülstößen klassische beziehungsweise semiklassische Rechnungen vorgenommen.

Insgesamt erfolgt die numerische Berechnung der theoretischen Vergleichsdaten im wesentlichen in drei Schritten:
1. Quantenchemische Berechungen der Potentialflächen und der Übergangsdipolmomente
2. Klassische Trajektorienrechnungen (Die Molekül-Ausrichtung wird mit einer Monte Carlo Methode variiert)
3. Die zeitabhängige Schrödingergleichung wird auf der Trajektorie gelöst, um die nichtadiabatischen Übergangswahrscheinlichkeiten zu bestimmen.
Trotz der wesenlich komplizierteren Situation ergibt sich eine recht gute Übereinstimmung.

fsa NaN2
fsa NaC2H2
fsa NaN2O